Die Blumen erscheinen als doppeltes Vermächtnis: als künstliche Darstellung eines Lebens, das vor langer Zeit zurückgelassen wurde, und als Vermächtnis an die Zurückgebliebenen. Ausgehend von einer matrilinearen Familiengeschichte untersucht die Arbeit, wie Erinnerung, soziale Prägung und Zugehörigkeit über Generationen fortwirken. Ein spezielles Druckverfahren bettet das Bild in Schaumstoff ein; seine fragmentierte Oberfläche bleibt als Träger von Geschichte und Erinnerung erhalten – als Verweis auf die Fragilität bestehender Ordnungen. Karin Koschkar
Lisa Freundl works at the intersection of materiality, memory, and social conditioning. Her practice explores how social norms, class, and family history shape perception and belonging, and how these structures become embedded in materials, gestures, and narratives. Rooted in a material-based practice, she works across textiles, video, text, and sound. She approaches materials as carriers of history, holding traces of personal experience and broader social conditions while opening up new ways of thinking about memory, transmission, and appropriation. Drawing on a matrilineal family history, Freundl examines how the past continues to shape the present through experiences that persist across generations and inform contemporary social realities. Her works unfold through fragmentation, displacement, and the refusal of fixed meanings. Instead of reinforcing existing orders, they expose their fragility and create spaces where history is experienced as an active force within the present.
Portfolio: https://drive.google.com/file/d/1DdUqtdKQW6cq0lcwHLpgko5F8C85ool3/view?usp=sharing
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