Leonie Brehorsts steinähnlicher Körper „filamentous“ bewegt sich zwischen Werkzeug, Organismus und Relikt. Er wirkt weniger wie ein Objekt als wie eine stille Lebensform, gefangen zwischen Ordnung und Entstehung. Bürstenhaare, ihrer ursprünglichen Funktion enthoben, werden zu haptischen Impulsen. Brehorst untersucht die körperliche Erfahrung von Umwelt und Kunst sowie das Verhältnis von Betrachtenden und Nutzenden zum Objekt. /BM
Die Künstlerin bewegt sich künstlerisch im skulpturalen Feld. Dabei interessiert sie vor allem die Interaktion mit dem Objekthaften. Seit ca. einem Jahr fokussiert sie vor allem die haptische Erfahrbarkeit der Umwelt und somit auch einer skulpturalen, also physischen Kunst. So spielt der Bezug zur Haut, vor allem zur Hand eine große Rolle. Immer wieder tauchen Bürstenhaare als Material auf, meist aus ihrer ursprünglichen Zweckmäßigkeit befreit und doch als affektive Impulsgeber zum Anfassen und Begreifen gedacht. Gleichzeitig bedient sie sich der Bürstenbinderei, bei der die Hand das hauptsächliche Werkzeug darstellt.
Die Hand bearbeitet das Objekt, bündelt und bindet das Bürstenmaterial, welches später – nachdem die arbeitende Hand ihre Arbeit verrichtet hat – vielleicht wieder
von Händen berührt wird.
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