In Leon Habelts Gemälden schweben Girlanden und Laternen losgelöst von menschlichen Feierlichkeiten und strahlen zugleich Festlichkeit und Unbehagen aus. Ihre Autonomie verweist auf das Karnevaleske: eine vorübergehende Aufhebung der Ordnung, in der Hierarchien umgekehrt und neue Bedeutungen sichtbar werden. Zwischen Feier und Dystopie inszeniert Habelt Rebellion und Umkehrung. / KK
Leon Habelt studiert seit 2021 bei Prof. Anke Doberauer an der Akademie der Bildenden Künste München. In seinen Gemälden schweben Girlanden und Laternen ohne Kontext, losgelöst von menschlichen Feierlichkeiten und strahlen doch zugleich Festlichkeit und Unbehagen aus. Ihre Autonomie deutet auf das hin, was Michail Bachtin als das Karnevaleske beschrieb: eine vorübergehende Aufhebung der Ordnung, in der Hierarchien umgekehrt, Normen auf den Kopf gestellt und neue Bedeutungen zum Vorschein kommen dürfen. Zwischen Feier und Dystopie inszeniert Habelt in seinen Bildern Rebellion und Umkehrung. Die Arbeiten bewegen sich zwischen Ernsthaftigkeit und Humor, zwischen Alltag und Fantasie, zwischen ehrlicher Täuschung und getäuschter Wahrhaftigkeit.
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