AK68 X AKV

Das Projekt AK68 X AKV sieht eine jährliche Ausstellung vor, die in Zusammenarbeit zwischen dem Arbeitskreis 68 e.V. und dem Akademieverein München e.V. stattfindet. Ziel ist es, einer ausgewählten Klasse der Akademie die Möglichkeit zu bieten, ihre künstlerischen Arbeiten in den Ausstellungsräumen des Arbeitskreises 68 in Wasserburg am Inn zu präsentieren. 

Die Auswahl der teilnehmenden Klasse erfolgt im Rahmen des Juryrundgangs während der Jahresausstellung der Akademie. Drei Klassen werden als Favoriten nominiert, woraufhin zunächst die Erstplatzierte zur Teilnahme eingeladen wird. Sollte diese absagen, wird das Angebot entsprechend weitergereicht.

Die Jury setzt sich aus Mitgliedern des Vorstandes des Arbeitskreises 68 sowie des Akademievereins zusammen. Im Zuge dieses Rundgangs wird zudem der Preis zur Jahresausstellung vergeben, der an dieselbe Klasse verliehen werden kann, die auch für die Ausstellung ausgewählt wird, jedoch ist ebenso eine Vergabe an zwei verschiedene Klassen möglich.

Neben der künstlerischen Präsentation eröffnet die Ausstellung den Studierenden auch die Möglichkeit, ihre Werke zum Verkauf anzubieten. Ein Anteil von 30 % des Erlöses kommt dabei dem Arbeitskreis 68 zugute, wodurch das künstlerische Engagement des Vereins nachhaltig unterstützt wird.

AK68 Grenzlinien

Außenansicht alte Polizei

AK68

Außenansicht Ganserhaus

AK68 Logo

Logo AK68

Klasse Rosefeldt

AS YOU MOVE THROUGH THESE STORIES

2027

Videostill, Fabian Röntgen

Videostill, Vitus Jonas Leitbüchl

Videostill, Siyan Zhang

Die Klasse setzt sich mit dem Begriff „Heimat“ (Zuhause/Heimatland/Lebensraum) in verschiedenen Kontexten auseinander. Zwischen persönlicher Verbundenheit und kritischer Analyse zeigt die Ausstellung verschiedene Sichtweisen. Was könnte Heimat über den Begriff des Landes hinaus noch sein? Ein Gefühl, eine Sprache, eine Person, ein Lied… Innerhalb der Studierendenschaft ist eine Vielzahl von Hintergründen und Zugehörigkeitsgefühlen vertreten. An verschiedenen Orten oder wenn sich Blickwinkel und Perspektiven ändern, hat „Heimat“ unterschiedliche Konnotationen. Und „Heimat“ wird unterschiedlich problematisiert. Manchmal erscheint eine Dekonstruktion des Konzepts „Heimat“ unvermeidlich. Manchmal mag es sich so anfühlen, als müsse es bewahrt oder neu geschaffen werden.

Wir sind die Klasse für zeitbasierte Medien der Akademie der Bildenden Künste München.
Unseren Schwerpunkt legen wir auf die Realisierung von Arbeiten in den Medien Video, Film, Fotografie, Performance, Sound und Text. Aber auch andere künstlerische Ansätze finden bei uns einen Platz.
Geprägt von unterschiedlichen Ausbildungen, beruflichen Erfahrungen und kulturellen Hintergründen arbeiten wir im regen Austausch zu zeitgenössischen und politisch aktuellen Themen.

Teilnehmende Künstler*innen:
Klara Weber, Mehmet Reşat Başer, Casper von Bülow, Emma Kleiner, Vitus Jonas Lindbüchl, Yuchen Ye, Quirin Brunhuber, Siyang Zhang, Maria Zaikina, Fabian Röntgen, Lena-Maria Stupitzky, Arnol Segovia Pozos, Nicolas Maximilian

Klasse Zitzwitz/Hildebrandt

MEET ME IN THE HALLWAY

2026

Ausstellungsansicht in der Alten Polizei mit Werken von Seulgi Lee, Foto: Ilvie Schlotfeldt

Ausstellungsansicht in der Alten Polizei mit Werken von Gregor Hildebrandt, Foto: Ilvie Schlotfeldt

Ausstellungsansichtin der Alten Polizei mit Werken von Pascal Oertel, Foto: Ilvie Schlotfeldt

Als erste Preisträger des Projekts AK68 x AKV richtet die Klasse Zitzwitz / Hildebrandt der Akademie der Bildenden Künste München in den Räumen der ehemaligen Polizeiinspektion Wasserburg eine Gruppenausstellung aus. Die Architektur mit ihren verschachtelten Räumen – darunter die originalen Zellen – werden jeweils von unterschiedlichen Positionen bespielt. Der Flur bleibt als zentraler Treffpunkt offen. Zur Vernissage erscheint eine Publikation.

Teilnehmende Künstler*innen:
Anna Schaumberger, Arian Belitzer, Auri Sattelmair, Benjamin Krup, Bingxu Ren, Erik Esso, Fabian Dierksheide, Gregor Hildebrandt, Hugo Maio, Joana Loewis, Lara Quast, Lara-Jo Riva, Laura Killer, Luca Lang, Madeleine Ritter, Maria Justus, Maya Nikolov, Ole Rohmert, Pascal Koertel, Rico Sperl, Ruscha Voormann, Sarah Neumann, Seulgi Lee, Tara Chandel, Thomas Zitzwitz, Vivienne Furtwängler, Zazie Julie

Budget

Für die Ausstellung stellt der Akademieverein 3.000€ für Material, Transporte, Reisekosten und Honorare für externe Dienstleistungen (keine Künstler*innenhonorare) zur Verfügung. Diese Mittel werden in 3 Raten ausgezahlt:

die 1. Rate wird bei Unterschrift der Vereinbarung bezahlt;
die 2. Rate im November (gegen Vorlage von Belegen); 
die 3. Rate nach der Eröffnung der Ausstellung (gegen Vorlage von Belegen).

Der AK68 fördert die Ausstellung mit 2.000€, mit denen ein Konzept zur Kunstvermittlung erarbeitet und umgesetzt werden soll. Die Klasse erhält die Mittel nach der Eröffnung der Ausstellung. Darüber hinaus übernimmt der AK68 Gestaltung und Druck von Flyern und Plakaten sowie den Galeriedienst und Pressearbeit.

Lage

Mit dem stündlich fahrenden Regionalzug (Deutschland-Ticket) kommt man innerhalb einer Stunde von München Ost zum Wasserburger Bahnhof in Reitmehring. Von dort fährt man mit dem Stadtbus in die Wasserburger Innenstadt.

Übernachtungsmöglichkeiten stehen bei Bedarf im Ganserhaus (Vorstandsräume) zur Verfügung, oder können privat vereinbart werden.

Zeitplan

Juryrundgang
17. Juli (am Tag vor Eröffnung der Jahresausstellung)

Vertragsunterzeichnung
bis August 2026

Abgabe Titel, kurzer Ausstellungstext & Bild/Plakat
bis Mitte November 2026

Ausstellung, Laufzeit 4 Wochen
April/Mai 2027

AK68

Die Akademie der Bildenden Künste München und der Arbeitskreis 68 waren bereits früher miteinander verbunden. Das zeigt unter anderem die Ausstellung Rundflug (2007) der Klasse von Professor Nikolaus Gerhart, sowie die Ausstellung SOLITARY/SOLIDARY(2023) von der Klasse Katharina Gaenssler in der Galerie des AK68 im Ganserhaus. Zudem waren namhafte Münchner Professoren wie Mac Zimmermann (1912–1995), Jürgen Reipka (1930–2020) und Karl Fred Dahmen (1917–1981) Mitglieder des Vereins, was die enge historische Verflechtung zwischen der Akademie und der Wasserburger Kunstszene unterstreicht.

Der Arbeitskreis 68 – Künstlergemeinschaft Wasserburg am Inn e.V. wurde 1968 gegründet und ist ein Forum für zeitgenössische Kunst. Die erste „Große Kunstausstellung“ fand noch im Gründungsjahr statt und erhielt eine beachtliche öffentliche Resonanz. Seitdem wird sie jährlich im historischen Rathaussaal sowie im 1970 vom Verein erworbenen Ganserhaus ausgerichtet. Nach einer Renovierung dient das Gebäude seit 1975 als Galerie, in der jährlich mehrere Ausstellungen regionaler und überregionaler Künstlerinnen und Künstler stattfinden. Seit Anfang der 1980er Jahre gibt es zudem eine jährlich stattfindende Mitgliederausstellung.

1988 wurde anlässlich der 850-Jahr-Feier Wasserburgs der Wasserburger Skulpturenwegals dauerhaftes Kunstprojekt im öffentlichen Raum eingeweiht. Neben der jährlich stattfindenden „Großen Kunstausstellung“, bei der regelmäßig ein Preis für Junge Kunst vergeben wird – den bereits mehrfach Studierende der Münchner Akademie gewonnen haben –, präsentiert das Ganserhaus seit Jahrzehnten bedeutende Positionen der zeitgenössischen Kunst. Zu den ausgestellten Künstlern zählen unter anderem Alexej von Jawlensky(1979), Günther Uecker (1984), Daniel Spoerri (1985), Tony Cragg (1993), Magdalena Jetelová (1995) und Hermann Nitsch (2004). Der Verein prägt bis heute das kulturelle Leben der Stadt und fördert den künstlerischen Austausch auf lokaler wie internationaler Ebene.

Raumplan

Die alte Polizei in Wasserburg verfügt über 11 Ausstellungsräume, sowie den Gang. 2 der Räume sind ehemalige Gefängniszellen in originalem Zustand. 

Die Flächen können frei bespielt werden. Technische Einzelheiten sind mit dem Arbeitskreis 68 direkt abzusprechen. 

AK68 Plan