Ein Blick über die Schulter, direkt zum Betrachter – eine Pose, wie sie aus Porträts vergangener Jahrhunderte vertraut ist. Die Figur trägt ein Ballkleid, dessen Reißverschluss offen bleibt; Bart und dunkles Haar, ein Ohrring, partiell grün gefärbte Strähnen holen das Bild in die Gegenwart. Was heißt es, die Identität einer Person darzustellen – lässt sie sich überhaupt abbilden? Sachs arbeitet an kultureller und generationenübergreifender Erinnerung und fragt, wie sich Wahrnehmung verschiebt, sobald Vertrautes seinen Kontext verliert. /KK
Momo Sachs ist eine Künstlerin, deren Praxis sich mit kultureller und generationenübergreifender Erinnerung auseinandersetzt und unterschiedliche Vorstellungen von Wirklichkeit hinterfragt. Ihre Arbeiten untersuchen, wie sich Wahrnehmung verändert, wenn vertraute Elemente aus ihrem gewohnten Kontext gelöst werden. Dadurch entsteht ein Moment des Suchens – ein Prozess des Experimentierens, Verwerfens und Neuordnens.
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