In „Fragment“ untersucht die Künstlerin das Verhältnis von Material, Form und Raum. Gerade und brüchige Kanten, flache und gewölbte Partien treffen aufeinander und verändern die Wahrnehmung des umgebenden Raums. In einem Wachsgussverfahren kombiniert die Künstlerin selbst hergestellte Papierfasern mit Wachs: Substanz weicht Volumen, und dort, wo zuvor Material einen Raum definierte, entsteht Leere. Schirin Kretschmann
Miriam Salamander arbeitet in ihrer künstlerischen Praxis primär mit dem Medium Papier. Dabei nutzt sie dessen besondere Eigenschaft als kulturhistorischen Informationsträger von (Schrift-)Zeichen und Informationen, um Spuren anderer Materialien in und auf seiner Oberfläche aufzunehmen und in eine neue Form zu überführen. Das Element der Linie tritt immer wieder als zentrales Mittel der Lesbarkeit und Verortung auf. In Beziehung zur Fläche rückt es ihre Auseinandersetzung mit Räumlichkeit in den Fokus. Aus der Beschäftigung mit Zeichen, Material, Raumentfaltung und -auflösung entstehen sowohl zweidimensionale als auch skulpturale Werke in einem sich stets wandelnden Medium.
20.03.2026 – 31.03.2028, „Literatur & Haltung. Rachel Salamanders Archiv“, Monacensia, München (https://mon-mag.de/miriam-salamander-installationen-papier-licht/)
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