Die Transformation eines profanen Malwerkzeugs in ein plastisches Objekt wirft leichthändig Fragen zum Verhältnis der klassischen Disziplinen Malerei und Bildhauerei auf. Die skulpturale Erstarrung der flexiblen Borsten, des Holzgriffs in seinem metallischen Aggregatzustand exponiert den Guss dieses Alltagsgegenstandes für die Ewigkeit: Die einengenden Dimensionen werden um die vierte der Zeit ergänzt. AS
Ilvie Schlotfeldt, *1998, lebt und arbeitet in München. Sie studiert Freie Kunst in der Klasse für Malerei von Prof. Anke Doberauer an der Akademie der Bildenden Künste München.
Schlotfeldts künstlerische Praxis bewegt sich zwischen Skulptur, Installation und Materialstudie. Ausgehend von materiellen Versuchen mit organischen und industriellen Stoffen wie Wachs, Grasschnitt, Kohle oder Metall, erforscht sie die soziokulturelle Bedeutung von Materialien in der modernen Gesellschaft. In ihren Arbeiten überführt sie Ausgangsstoffe durch gießende oder formverändernde Prozesse in neue Zustände, um deren ursprüngliche Funktion und Form zu verändern und zu erforschen. Dabei treffen prozesshafte Transformationen auf figürliche und zeichnerische Elemente, die Fragen nach Vergänglichkeit und dem Verhältnis von Natur und Zivilisation aufwerfen.
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